DAX startet dank Trump tiefrot in den Dezember – Lufthansa im Fokus

Nach einem freundlichen Ende des November-Handels sah es lange Zeit danach aus, als wenn der DAX auch den Dezember mit grünen Vorzeichen einläuten. Doch die Börsenbullen haben die Rechnung ohne Donald Trump gemacht.

Das war heute los. Nach der Stärkung der Protestbewegung in Hongkong durch die sogenannten „Hongkong-Gesetze“ sah sich die Regierung in Peking ihrerseits gefordert zu reagieren. Vor allem die Absage an das geplante Anlegen von US-Kriegsschiffen in Hongkong wurde als Affront gewertet. Doch China wurde im Lauf des Tages rasch von Südamerika als Topthema abgelöst. Der Grund: US-Präsident Donald Trump hat die Wiedereinführung von Zöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe aus Brasilien und Argentinien angekündigt. In der Folge dreht der DAX ab dem Mittag ins Minus und baute seine Verluste im Handelsverlauf deutlich aus. Dabei ging es sogar mit einem Minus von 2,05 Prozent runter unter die runde Marke von 13.000 Punkten.

Das waren die Tops & Flops. Lange Zeit war die Lufthansa-Aktie (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) einer der größten Gewinner im DAX. Am Wochenende hatte der Chef der staatlichen katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, erklärt, dass er eine Beteiligung an der Lufthansa anstrebt. In der Folge konnten die Kranich-Titel zeitweise mehr als 2 Prozent zulegen. Nachdem die Lufthansa jedoch den Plänen aus Katar eine Absage erteilte, drehte der Kurs der Aktie deutlich ins Minus. So ging es am Nachmittag 1,25 Prozent nach unten. Die Aktie von HeidelbergCement (WKN: 604700 / ISIN: DE0006047004) war mit einem leichten Plus von 0,06 Prozent der einzige Gewinner im DAX.

Größter Verlierer war die Aktie des Versorgers RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129). Konkrete Nachrichten gab es nicht, dennoch gab die Aktie 5,43 Prozent nach. Marktbeobachter verwiesen auf die neue Führungsspitze in der SPD, die die Regierungsfähigkeit der Großen Koalition belasten könnte und insbesondere hinsichtlich des Kohlekompromisses für Probleme sorgen könnte.

Das steht morgen an. Am Dienstag stehen konjunkturseitig lediglich die europäischen Erzeugerpreise für Oktober auf der Agenda. Ansonsten hoffen Anleger auf erste Prognosen zum Erfolg der Shopping-Events Black Friday und Cyber Monday.

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